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Gute Eltern - verunsicherte Eltern: Was unsere Kinder tatsächlich brauchen

Shownotes

In dieser Episode spricht Franca mit Mila und Samra vom Podcast "Junge Psyche" und gibt Fragen von HörerInnen weiter an die beiden Expertinnen. Es geht um Verunsicherung, um ängstliche, chaotische oder stille Kinder, um den Umgang mit eigenen Krisen und um die Frage, worauf es im Leben mit Kindern wirklich ankommt.

Den Podcast "Junge Psyche" findest du hier: https://jungepsyche.podigee.io/

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo

00:00:01: und herzlich willkommen zu einer neuen Episode Psychologie to Go.

00:00:05: Das ist dein Podcast für hilfreiche Gedanken und Impulse direkt aus meiner psychotherapeutischen

00:00:11: Praxis!

00:00:27: Und jetzt ist es natürlich so klar, er ist Psychiater.

00:00:30: Ich bin Psychotherapeutin.

00:00:31: Wir sind Eltern aber trotzdem gibt's da Menschen die haben noch bei weite mehr Expertise wenn es um die mentale Gesundheit unserer Kinder geht und auch uns vielleicht ein bisschen was an die Hand geben können wie wir als Eltern unsere Kinder vielleicht durch diese sehr schwierige Zeit ein bisschen hindurch buxieren können und die uns auch die Grenze erklären können.

00:00:53: bis wohin ist das eigentlich alles noch ganz normal?

00:00:57: sollte ich mir vielleicht doch schon mal Sorgen machen.

00:00:59: Und diese beiden tollen Kolleginnen, die mich heute bei genau diesen Fragestellungen unterstützen, die stelle ich euch kurz vor – das ist einmal die Samra Fazlic und einmal die Mila Ulyawi.

00:01:10: Die Mila kennt ihr vielleicht schon, mit der habe ich schon Interviews gemacht zum Thema ADHS.

00:01:15: Dafür ist sie Expertin und mit Samra spreche ich heute auch zum ersten Mal.

00:01:19: die beiden sind in eigener Praxis tätig.

00:01:22: Sie sind Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutinnen nicht in der gleichen Praxis sondern in jeweils einer Praxis.

00:01:27: aber sie haben außerdem zusammen einen tollen Podcast und zwar den Podcast Junge Psyche auf den Ich selber lange gewartet habe Und ich freue mich sehr dass sie heute da sind.

00:01:38: Hallo Samra hallo Mila

00:01:40: Hallo!

00:01:43: Danke für die Einladung.

00:01:45: Ihr

00:01:45: zwei, ja ihr trefft da glaube ich mit eurem Podcast einen Nerv, junge Psyche also wirklich Eltern nützliches an die Hand zu geben und ich finde es unglaublich schön wie ihr das macht zum einen so ein bisschen zu validieren und Dampf rauszunehmen und zu sagen Mensch das sind aber auch Teenager oder Kinder haben halt auch mal Phasen.

00:02:04: und auf der anderen Seite aber auch klar zu benennen wo man vielleicht mal genauer hinschauen müsst ihr.

00:02:09: Ihr macht das wirklich ganz toll und danke, dass ihr neben eurer Zeit in der Praxis das jetzt anbietet!

00:02:15: Danke für das Feedback, für das schöne lobende Feedback.

00:02:19: Das freut uns sehr.

00:02:20: Welch Vertrauensvorschuss.

00:02:23: Wenn ihr in eurer Praxis heute Eltern gegenüber sitzt... Was ist im Moment so ein typisches vorherrschendes Thema?

00:02:32: Kann man das sagen?

00:02:33: kann man das benennen?

00:02:34: Ja durchaus Ein Thema, was immer wieder vorkommt, das bei mir häufig ein belastender Faktor ist für Leute.

00:02:42: Ist der Gang beziehungsweise nicht Gang zur Schule?

00:02:45: Problematiken in der Schule, vermindert hingehen wollen, nicht hingehen sollen sich in der Schule nicht zurechtfinden und nicht wohlfühlen Das ist etwas, was es immer wieder vorkommt

00:02:57: Genau immer begleitet auch schon der Frage, wie viel was ich tue als Elternteil ist zuviel oder zu wenig.

00:03:03: Was ja Eltern sind bekannter für sehr hart ins Gericht mit sich zu gehen.

00:03:08: und dann kommt oft die Frage mache ich das falsch?

00:03:11: Und was mache ich falsch?

00:03:13: Das ist natürlich runtergebrochen.

00:03:15: Zu einfach gedacht da kann man Eltern in der Regel gut abholen.

00:03:19: Ihr habt jetzt gerade das Thema Schulverweigerung angesprochen oder Angst in die Schule zu gehen nicht in die schule gehen wollen.

00:03:26: Habt ihr den Eindruck, das hat sich seit Corona verändert?

00:03:29: Hängt das damit zusammen oder war das immer schon ein Thema in eurer Praxis.

00:03:33: Pines und Jugendbereich ist Schule ein Riesenthema auch vor Corona gewesen.

00:03:38: Was man allerdings schon sagen kann, dass sich das zugespitzt hat nach Corona bedingt durch die Schließungszeiten und die Gewöhnung daran was natürlich zusammenhängt mit dem jeweiligen Alter der Kinder oder Jugendlichen heißt wenn Kinder jünger waren dann werden sie ja in der Regel entweder zur Schule gebracht oder sie nehmen das viel und reflektiert auf dass die Schule halt eben da ist und dass man zur Schule geht.

00:04:01: im Jugendalter ist das ja viel mehr in der Eigenverantwortung.

00:04:05: Und das ist etwas, also wenn er da so jugendlich war zur Corona-Zeit, da merken wir dass es noch nachhalt.

00:04:11: Also wenn die Gewöhnung daran war nicht zu Schule zu gehen, dass es jetzt auch ein Umlernen gibt wieder regelmäßig sich der Belastung der Schule auszusetzen und das nur ein Faktor.

00:04:24: Genau was auch noch dazu kommt, ist, dass viele Leute in wesentlichen Entwicklungsphasen Dinge nicht anhand ihrer Mitschüler, anhand ihres Piers Proben und Lernen konnten.

00:04:37: Also das die einfach teilweise gar nicht ausbaldowern konnten.

00:04:42: wie geh ich mit dem Konflikt um?

00:04:44: Wie gehe ich mit Kritik um?

00:04:47: Wenn es mal Streitigkeiten gibt oder so... Das ist tatsächlich auch für viele Leute Thema wie Ox vom Berg teilweise da stehen und den Umgang mit Gleichaltrigen einfach nicht genügend für sich erlernen konnten.

00:05:01: Und macht das die Schule dann jetzt teilweise auch zu so einem angstbesetzten Ort, für Schülerinnen und Schüler?

00:05:07: Ja, teilweise ja.

00:05:08: Also es ist Schulverweigerung hängt mit unterschiedlichen Dingen zusammen was man schon sagen kann.

00:05:14: das eine ist diese sozialen Kompetenzen die Milagrad genannt hat die nicht ausreichend genug gefördert werden konnten zu der Zeit weil einfach gleichhaltige gefehlt haben Leistung abrufen, nicht in dem Ausmaß stattgefunden hat.

00:05:27: Also in der Regelmäßigkeit stattgefundet hat.

00:05:30: plus es gibt andere Gründe wie Mobbingerfahrungen Prüfungsängste, soziale Ängste.

00:05:37: also es gibt zahlreiche andere Gründen die diese Isolation zusätzlich verstärkt hat auch.

00:05:44: Der Rückzug abdriften in die Medienwelt, welcher Art auch immer aufs Zocken ist oder Social Media.

00:05:53: Also das regulieren durch andere Dinge, die so deutlich reduziert sind und wenig Austausch mit der Gesellschaft ausstattgefunden hat also Gleichhaltigen oder anderen Erwachsenen.

00:06:03: Was man diesbezüglich immer wieder erwähnen muss dass es einen deutlichen Unterschied gibt zwischen Kindern die Achtung nur... eine Angsterkrankung zum Beispiel haben, an der man eben psychotherapeutisch auch gut arbeiten kann.

00:06:17: Wo man eben ganz klassisch wir verhaltenstherapeutisch vorgehen um diese Ängste dann in den Griff zu kriegen und wieder neue Ideen zu entwickeln.

00:06:26: oder eben den sogenannten neurodivergenten Kindern die eben zum Beispiel autistisch sind oder eben ADHS haben oder ADS oder einiges andere.

00:06:37: Da ist es zum Beispiel so, dass manchmal die Schule so unaushaltbar ist und ein... Es gibt sogar Kinder bei den Schulen eine Kindeswohlgewährdung darstellt.

00:06:49: Und wo aber natürlich trotzdem Schulpflicht herrscht, das herrsht einer Anwesenheitspflicht.

00:06:55: Die Schulen sind auch wenn sie sich teilweise große Mühe geben oftmals nicht genügend aufgestellt um solche Kindern abzuholen.

00:07:04: Und die fahren leider regelmäßig an die Wand.

00:07:07: Sie sind bei mir in der Praxis tatsächlich an der Tagesordnung, solche Familien.

00:07:12: Leider!

00:07:13: Ich habe bei Instagram im Vorfeld zu unserem Podcast hier die Frage gestellt an Eltern und Bezugspersonen, was Sie gerne von euch wüssten.

00:07:22: Und hat eine Hörerin geschrieben sie hat eben auch ein Kind auf dem Spektrum und ihr begegnet häufig so der Vorwurf von außenstehende das hat es früher alles einfach gar nicht gegeben.

00:07:33: und dann bekommt sie noch ein paar schlaue Tipps reingereicht wie sie ihr Kind mal ordentlich disziplinieren muss.

00:07:38: Ich hab schon das Gefühl, dass Eltern erstens immer noch mit ganz viel verurteilen konfrontiert sind und sozusagen ihre Lebensrealität verteidigen müssen.

00:07:46: Gleichzeitig korrigiert mich da gerne habe ich das Gefühl des Eltern heutzutage soviel mehr Erziehungswissen haben und so aufgeladen sind mit dem Wunsch auch alles richtig zu machen stichwort bedürfnisorientiert sodass sie mir am Ende manchmal viel für unsicherer erscheinen als noch andere Elterngeneration.

00:08:04: wie steht ihr dazu?

00:08:06: Ich würde beidem zustimmen.

00:08:08: Ich auch, auf jeden Fall.

00:08:09: Ja es ist

00:08:09: sowohl als auch also.

00:08:10: ich würde auch sagen dass ja wir können uns glücklich schätzen das es Informationen gibt oder mehr Informationen gibt.

00:08:16: allerdings ist es so wie du das gerade beschrieben hast auch fluch und sägen.

00:08:19: zugleich also mit zunehmendem wissen steigt die empfundene Verantwortung, alles auch genauso umsetzen zu können wie man das da gelesen hat.

00:08:30: Und wenn wir eins gelernt haben bereits eine Therapeutenausbildung ist dass der Mensch kein Fall aus einem schönen Manual oder Lehrbuch ist und das spüren Eltern dann auch die dann so konfrontiert werden.

00:08:44: Auf der einen Seite ist natürlich diese Achtsamkeit selbst für Sorge, selbst mit Gefühl.

00:08:49: Das sind ja alles Themen die heute viel mehr schwingen als noch zu Zeiten wo man ein Kind zum Beispiel schreien lassen hat bis es dann eben irgendwann eingeschlafen ist oder so.

00:09:00: Sowas ist ja glücklicherweise heutzutage einfach kein Erziehungsalltag mehr.

00:09:05: aber einiges ist doch auch schon noch ganz schön preußisch muss man mal so sagen.

00:09:10: und wir sind uns einig Das ist heutzutage, die Überschrift sollte sein Beziehung first und dann eben Erziehung.

00:09:20: Also die Beziehungen sind das was schwerer wiegt, was wichtiger ist.

00:09:25: Und Erziehungen ist etwas was mit dazukommt.

00:09:28: Meine

00:09:28: wichtige Abgrenzung bedürfnisorientiert heißt nicht Wunsch-Erfüllung in alle Richtungen.

00:09:34: Genau!

00:09:36: Es heißt auch für Eltern Frustration auszuhalten wenn Kinder frustriert sind, weil es ein sinnvolles Nein gibt in der Erziehung.

00:09:44: Interessant!

00:09:45: Also eine Hörerin hat auch geschrieben Hallo Franka ich bin Erzieherin von Beruf und könntet ihr bitte im Podcast mal den Eltern erklären was beziehungsorientiert bedeutet?

00:09:55: Und ich glaube das ging genau in die Richtung.

00:09:57: so.

00:09:58: Nein jetzt den Joghurt in den Teppich zu schmieren ist kein Bedürfnis.

00:10:03: Wichtig

00:10:04: ja weil das so in der Alltagsfrage... Ich meine wir sprechen alle sowieso.

00:10:07: Ich habe jetzt einen Bedür- nach einer neuen Jacke.

00:10:11: Es ist kein Bedürfnis, es ist ein Wunsch, das zu unterscheiden nach existenziellen Bedürfenissen nach Sicherheit, Nähegeborgenheit Liebe für Sorge Trost Ja Das wäre bedürftensorientiert.

00:10:24: und da bitte korrigulieren Daseinversorgung.

00:10:27: Deswegen auch wie Emila sagt der Beziehung first genau Da würde man das dann wiederfinden.

00:10:33: Aber ja, der Joghurt auf dem Teppich oder das fünfte Eis?

00:10:36: Nein.

00:10:37: Das ist kein Bedürfnis!

00:10:39: Was zum Beispiel oftmals vorkommt, ist dass in einer Hausaufgabensituation desolatis und dass Kinder wirklich nach einem langen Schultag noch mehrere Stunden brauchen um ihre Hausaufgeben zu erledigen.

00:10:50: Und da sage ich zum Beispiel ganz klar, das ist nicht okay.

00:10:54: Da geht Beziehung vor Entweder man schafft es das auszulagern, dass in der OGS dann eben Hausaufgaben gemacht werden oder dass es vielleicht sogar jemanden gibt, der da einspringen kann.

00:11:05: Aber das zum Beispiel komplette Nachmittage regelmäßig dafür draufgehen, dass sich gemeinsam gequält wird.

00:11:13: Das ist einfach finde ich nicht angemessen und das würde auch jederzeit genau in diesem Kontext Beziehung geht vor Eltern so vermitteln wollen.

00:11:23: Das finde ich total spannend, was du sagst.

00:11:25: Und kenne es natürlich auch aus eigenem Erleben!

00:11:27: Ich hab ja selber auch drei Kinder und ich find's als Eltern teilweise so schwierig immer in so einem Vergleich zu stehen... ...und ich hatte ja gerade schon gesagt an begegnen einem auch Vorurteile und es gibt auch eine Erwartungshaltung von der Außenwelt wie so ein Kind zu funktionieren hat.

00:11:41: Wenn mir suggeriert wird aber alle anderen schaffen die Hausaufgaben dann bin ich ganz schnell dabei Stimmt ja hier ganz klar offensichtlich was nicht, entweder bei mir oder beim Kind.

00:11:51: Oder mit uns gemeinsam.

00:11:52: Was ist denn bei uns los?

00:11:53: Dass bei uns zum Beispiel sowas vermeintlich Selbstverständliches wie Hausaufgaben machen zu einer unfassbaren Quälerei ausartet und die ganze Beziehung belastet – auch die Familie!

00:12:05: Also erstmal sind Kinder natürlich sehr unterschiedlich.

00:12:07: Es gibt Kinder, denen fällt das so leicht von der Hand oder die haben eben vielleicht auch einen ganz spezifischen Anspruch an sich selbst das schnell zu erledigen.

00:12:16: Dann gibt es Kinder, da kann ich mich sehr gut reinfühlen.

00:12:20: Das war bei mir nicht anders.

00:12:22: Da ist die Hausaufgabensituation absoluter Terror und dann sitzt man da und hat eben diese Situation.

00:12:27: Und ich kann verstehen, dass Eltern sich erst mal fragen, wie du es gerade sagtest?

00:12:31: Was ist hier eigentlich verkehrt?

00:12:33: Wo ist das Problem?

00:12:34: Und da finde ich eine ganz wichtige Frage aber auch ... Ja, was ist denn wenn hier irgendwas verkehrt ist?

00:12:39: Wenn es ja quasi ein Problem gibt.

00:12:40: Was ist denn die Konsequenz daraus?

00:12:43: Dass wir den Schraubstock jetzt noch enger zielen und dass das die Situation vor allem noch schlimmer wird?

00:12:48: oder kann die Konsikvenz vielleicht auch sein, dass wir sagen okay, wir schauen jetzt mal... Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss!

00:12:57: Wie kriegen wir's dann irgendwie hin, dass Wir die Situation erträglich gestalten?

00:13:01: Und wie man an meinem Beispiel bestens erkennen kann kann es durchaus sein, dass man auch ohne viel Lust auf Hausaufgaben nachher doch einen ganz guten Weg einschlägt.

00:13:12: Also bloß weil im Kindesalter oder im Jugendlichen Alter manche Dinge noch nicht so laufen sagt das noch überhaupt nichts über ein generelles Scheitern im Leben aus oder über eine Abwärtsspirale.

00:13:27: Das ist ne Sorge die viele Eltern glaube ich haben die man über gar nichts zu haben braucht.

00:13:31: Da kann man sich, glaube ich, echt entspannt zurücklehnen.

00:13:33: Was wir gleichzeitig erleben, dass so laufen genau die Eltern Gespräche mit den Beispielen und das wir dann auch so sagen ja wo fängt denn da die Kritik an?

00:13:46: Also was kränkt sie daran?

00:13:47: oder was ist das, was da so Schmerzt?

00:13:50: Und da sind wir oft an einem Punkt... Warum trifft mich das so, dass gerade hier etwas nicht so gradlich läuft?

00:13:58: Und nicht selten landen wir bei sehr selbstkritischen Menschen die die Elternschaft auch für sich perfektionieren wollen.

00:14:06: Das ist zum Scheitern verurteilt, das geht nicht.

00:14:08: Weil wir haben auf der anderen Seite immer noch einen Menschen und dieser Mensch so wie Mila gerade sagt man muss sich den angucken.

00:14:14: wo steht dieser Mensch was kann er überhaupt?

00:14:16: welche Fähigkeiten bringt er mit?

00:14:18: Also es ist keine Einbahnstraße und das andere haben wir ja nicht mit bedacht.

00:14:22: als heißt wenn die Kritik von außen kommt... Was läuft dabei euch?

00:14:26: Ja ich kann erstmal die Kritiker auch annehmen um sie mir anzuschauen um zu überprüfen.

00:14:32: Manchmal ist man ja auch blind und sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht, weil man selber in der Situation steckt.

00:14:37: Vielleicht ist da auch irgendeine Schieflage?

00:14:39: Also vielleicht fängt man damit an dass man sagt okay ich höre mir das kurz an.

00:14:44: Passt das für mich?

00:14:45: Ist das so?

00:14:46: was verletzt mich?

00:14:48: Und vielleicht sehe ich ja da etwas, was ein Bedarf widerspiegelt nach ob jetzt Pädagogik, Psychotherapie gespräch in der Schule oder Auseinandersetzung mit dem Kind.

00:14:57: Das kann ja durchaus sein.

00:14:58: also nicht jede Kritik ist völlig daneben.

00:15:01: allerdings kann auch eine Kritik völlig danebend sein.

00:15:04: Also es ist auch wichtig sich dann dickes Fälle als Elternteil anzuziehen und erst mal zu schauen das was nichts zutrifft wie bei den Beispielen mit den neurodivergenten Kindern.

00:15:12: also wenn da jemand kommt der erzählt irgendwie was läuft denn da warum ist das so schwierig?

00:15:17: Wenn die Menschen keine neurodivergenten Kinder oder Menschen um sich herum haben, dann kennen sie das nicht.

00:15:23: Das heißt im besten Fall kann ich mir selber sagen hey, die kennen das nicht!

00:15:27: Die wissen gerade gar nicht worüber die sprechen.

00:15:29: Genau.

00:15:30: Aber ich kenne das als Mutter schon auch diese Art Performance-Druck und dass immer wenn bei einem Kind scheinbar etwas nicht rund läuft, immer auch ganz schnell die Frage da ist also... Was machen denn die Eltern da bitte falsch?

00:15:45: Als wäre es schon so, dass man dafür originär zuständig ist für alles was bei einem Kind läuft oder nicht läuft.

00:15:53: Also ich

00:15:53: kann das zumindest jetzt aus meiner Mutterrolle richtig an mir selber ablesen wie ich mich davon Jahr für Jahr mehr lösen konnte.

00:16:01: zum Glück, als ich mit meinem ersten Kind das zum ersten Mal alles durchgegangen bin.

00:16:06: Die Kindheit die Pubertät da war ich dann noch viel stärker involviert und mir ist es schwer gefallen mich davon auch so ein bisschen abzulösen und mein kind bewundern von außen anzuschauen und an zu erkennen.

00:16:16: achso!

00:16:17: So bist du anstatt zu versuchen mein Kind irgendwie dahin zu bringen dass es bitte nirgendwo wesentlich an den Eck sagen wir mal Versteht ihr, wie ich das meine?

00:16:28: Auf

00:16:28: jeden Fall.

00:16:29: Es klingt viel einfacher als es ist in der Umsetzung.

00:16:31: Also... Ich kann dem zustimmen!

00:16:34: Ich bin auch Mutter und weiß.

00:16:36: Vor allem die Menschen aus den Therapeuten oder pädagogischen Umfeld kommen.

00:16:40: Die gucken nochmal besonders kritisch darauf weil sie ja immer mitkriegen was alles schiefgehen kann im schlimmsten fall.

00:16:46: Das ist super anstrengend und schwierig also da auszuhalten.

00:16:50: Weil wir haben eine Umwelt mit einem Selbstoptimierungsdruck nicht nur für jeden eins sondern wirklich auch für Eltern schafft und die Verantwortung, dass das was ich mache wird am Ende dann bei diesem Kind als erwachsener Mensch herauskommen.

00:17:04: Und das ist ja sehr einfach gedacht und ich finde wenn man sich als Elternteil das immer wieder vor die Auge führt, dass es einfach zu einfach gedacht ist.

00:17:14: Das entzieht so ein bisschen erstmal den Druck oder schafft mal einen Moment um durchzuatmen und dann kann man überprüfen.

00:17:20: aber es ist

00:17:21: viel

00:17:21: schwieriger in der Umsetzung als das so klingt.

00:17:25: Kinder kommen als vollständige kleine Charakterwesen auf die Welt.

00:17:31: Die werden ja nicht als unbedrucktes weißes Blatt Papier geboren, auf das man dann als Eltern seine Wunschgeschichte schreibt.

00:17:38: so läuft es halt leider nicht.

00:17:39: und auch da dürfen Eltern sich ganz entspannt zurücklehnen und sich klar darüber werden dass ein Kind genetisch ein Mensch ist der aus zwei Menschen entsteht und er wirklich schon auf die welt kommt mit Bedürfnissen mit Eigenschaften, mit Charakter.

00:17:57: Und dann als Elternteil steigt man mittein und versucht dieses Kind möglichst gut durch Kindheit und Jugend zu bringen.

00:18:05: Aber viel mehr kann man da eigentlich nicht machen!

00:18:08: Ja das grenzt so ein bisschen den Größenwahn zu denken Genau das, was ich mache wird genau das bewirbten.

00:18:14: Weil es trifft auf einen Menschen der schon etwas

00:18:17: mitbringt.".

00:18:18: Ich finde das sehr schön dass ihr immer auch in eurem Podcast junge Psyche immer so eine entspannte und auch ein bisschen zurückgelehnte Haltung vorlebt.

00:18:28: Das find' ich sehr angenehm!

00:18:30: Wo sind denn aber vielleicht die Punkte wo ich als Eltern dann doch mal hinschauen müsste?

00:18:34: Also ich sag mal so... Wenn ein Teenager ein chaotisches Zimmer hat ist das wahrscheinlich normal.

00:18:40: Aber gibt es nicht auch einen Zustand von vielleicht sowas wie Verwarlosung, die sich eventuell auf die eigene Körperhygiene bezieht oder so eine Lustlosigkeit, die so durchdringend ist.

00:18:53: Dass sich das Kind vielleicht wirklich nicht mehr umziehen möchte und nicht mehr die Zähne putzen möchte?

00:18:58: Also es gibt ja immer dieses Spektrum von bis!

00:19:01: Und man kann natürlich sagen chaotisches Zimmer kein Problem.

00:19:03: Oder wenn der Teenager keinen Bock hat mit einem zu unterhalten, kein Problem.

00:19:06: Wenn er sich viel zurückzieht, kein problem.

00:19:09: Aber ab wo ist es dann eventuell doch ein Problem?

00:19:12: Ab wo würdet ihr hellhörig werden, kann man das so festhalten?

00:19:17: Ja.

00:19:17: Das kann man so fest halten!

00:19:19: Ich glaube wenn wir jetzt mal mit Körperhygiene zum Beispiel anfangen... Da sind wir uns ja alle drüber einig dass man spätestens ab dem Moment wo etwas anfängt unangenehm zu riechen oder zu stinken sollte man das Ganze Waschen und möglicherweise noch mit Deodorant versehen.

00:19:38: Das ist ja so die tatsächlich Common Sense.

00:19:41: Es ist manchmal so, dass es Teenagern besonders schwer fällt in Lebensphasen das eben zu erledigen sich regelmäßig zumindest zweimal am Tag die Zähne zu putzen sagen wir mal mindestens Zweimal die Woche duschen zu gehen vielleicht idealerweise dreimal die woche.

00:19:57: Da muss man als Elternteil statt zu schimpfen und zu drängen.

00:20:00: Muss man gucken, dass man Wege findet wie man das gemeinsam erledigen kann.

00:20:05: Ich habe gerade erst gestern von einem Patienten so eine niedliche kleine App vorgeschlagen bekommen wo man sich so kleine Tierchen großzieht indem man Aufgaben erfüllt zum Beispiel Zähneputzen gibt was weiß ich fünf Punkte Duschen gibt zehn Punkte usw.

00:20:21: Und da kann man sich halt so wie ein Tamagotchi.

00:20:23: früher kann Man sich also kleine Tieren großziehen Oder man macht das eben gemeinsam.

00:20:28: Gamification ist immer eine gute Sache, man nimmt zum Beispiel eine Liedlänge zum Zähneputzen, zum Deastas.

00:20:35: und tatsächlich ist es gerade bei Dingen die wirklich eben wichtig sind wie jetzt Körperhygiene da ist es manchmal auch tatsächlich so, dass das was man als erzieherische Einwirkung sieht dann eben doch ein bisschen verstärkt werden sollte.

00:20:50: Indem man vielleicht auch einfach darüber spricht warum das eben wichtig ist und auch über die Auswirkungen anderen Leuten gegenüber.

00:20:57: zum Beispiel wenn man in der Klasse jetzt... Wenn es einem begegnet, dass andere Leute nichts mit einem zu tun haben wollen weil man vielleicht eventuell geruchlich jetzt mitten ein Teenager da sein angekommen ist und dann kann man da als Elternteil schon auch ordentlich einwirken, denke ich.

00:21:14: Ja allein schon durch das Beobachten.

00:21:16: Normalerweise... Also ich gehe jetzt davon aus mal weg.

00:21:20: Man kennt ja so sein Kind, man kennt den Verlauf, gesunde Entwicklung unterliegt Phasen, jeder von uns also die Kinder haben oder betreuen oder um sich herumhaben kriegen mit normalerweise macht's wie immer so und so.

00:21:35: Und dann in dem Moment wo man feststellt Oh, wo ist Maxi anders?

00:21:39: Irgendwie mach ich mir Sorgen.

00:21:40: Und dann guck ich erst mal hin.

00:21:42: also ein bisschen hellwürdig vielleicht, ein bisschen beobachten da.

00:21:46: Wenn Maxi sich nicht mehr wäscht oder jetzt älter ist und Max dich nicht mehr duscht würde man ja auch hinschauen und das ansprechen und es spiegeln liebevoll spiegeln.

00:21:56: Also ehrlich darauf reagieren indem man zum Beispiel auch diese Rückmeldung gibt irgendwie Puh!

00:22:01: Die Möckel sind ein bisschen lauter

00:22:03: schon geduscht.

00:22:04: Also humorvoll, liebevoll zugewandt Dinge ansprechen.

00:22:09: An der Reaktion versuchen zu schauen, erkenne ich da irgendetwas anderes Neues, weil die Entwicklung unterliegt... Phasen, sensiblen Phasens wo Einfluss nehmen können Freunde die Umwelt.

00:22:21: Die hormonelle Entwicklung die wir nicht sehen von außen.

00:22:24: das heißt es gibt ganz viele Dinge die da ablaufen die uns zuerst mal wenn das Kind Zuhause ist gar nicht so ja augenscheinlich sind.

00:22:31: ins Gespräch gehen ist ein Punkt beobachten ist ein zweiter Punkt.

00:22:35: schauen wie lange dauert das an und wie intensiv ist es?

00:22:38: also Wenn es einen Rückzug gibt auf mein eigenes Zimmer oder das Chaos im Zimmer, das sind alles so Dinge wie du gerade so schön sagtest die normal sind.

00:22:47: Normal heißt sie finden statt im Rahmen einer gesunden Entwicklung und da macht man sich erst mal nicht großartig Sorgen.

00:22:54: Es gefällt einem nicht aber macht sich keine großen Sorgen wenn das ein Zustand ist der sich länger hinzieht oder der gravierter wird also wenn der Rückzug so stark ist dass Nichts mehr gemacht wird oder nahezu nichts mehr gemacht werden.

00:23:08: Hobbys, die Spaß gemacht haben, keinen Spaß mehr plötzlich machen.

00:23:12: Freunde, die getroffen wurden gesehen, wurden gar nicht mehr auftauchen und das der Jugendliche verlässt den Raum nicht mehr.

00:23:18: Die Stimmung ist auffällig niedergeschlagen fast durchgehend.

00:23:23: Wichtiger Zusatz bei Kindern Jugendlichen kann das durchaus trotzdem so sein, dass die auch mal ein Stimmungshoch dabei haben und sie können denn noch depressiv sein?

00:23:31: Also die sind nicht so wie der Erwachsene völlig lahmgelegt, so wie man sich das so manchmal vorstellt wenn man an Depressionen denkt.

00:23:37: Oder dass es sich auch durch Aggression eher äußert gerade, dass man total gegangelt hat.

00:23:42: Genau, leicht kränkbar!

00:23:44: Und das ist alles in einem gewissen Rahmen und das ist ja oft das Schwierige was dieser gewisse Rahmen ist.

00:23:51: ist, ich habe mir kurz Sorgen gemacht.

00:23:52: Aber jetzt merke ich, ah okay war es Wiederberg ist weniger.

00:23:55: also wenn's Wochen anhält, wenns intensiver wird so dass mehr Einschränkungen da sind dann ja ist das berechtigt aus sich Sorgen zu machen und sich auf jeden Fall Hilfe zu holen vielleicht auch nicht zu warten bis gar nichts mehr geht.

00:24:09: Also das ist auch ganz schön lieber vielleicht im Vorfeld schon mal mit einem Lehrer ins Gespräch zu gehen oder Freunden oder wer erlebt das Kind noch?

00:24:17: Da nochmal so schon unnatürlich mit dem Kind selbst zu sprechen.

00:24:20: allerdings wenn Kinder und Jugendliche selbst betroffen sind, dann ist es auch nicht immer so dass man das super stark und doll reflektieren kann.

00:24:28: Und dass auch alles so erzählen kann.

00:24:30: Man ist ja selber überfordert da hoch.

00:24:32: also ich habe gerade die hormonelle Entwicklung angesprochen.

00:24:35: Dann hat man stimmungstief plötzlich so eine richtig scheißlaue und weiß gar nicht warum.

00:24:40: und dann kommt noch die Mutter oder der Vater und sagt einem das auch noch und dann kann es auch in Wut ausarten, ne?

00:24:47: Dass es ein aggressives Miteinander gibt Und man erkennt gar nicht, warum.

00:24:52: Und das Warum ist auch erstmal egal.

00:24:54: Wichtig ist oder wichtiger ist erst mal beizustehen zu trösten da zu sein und dann zu schauen siehst du das eigentlich?

00:25:02: Oder ist meine Wahrnehmung gerade irgendwie daneben, also auch so eine Selbst- und Fremdwahrnehmung übereinanderzulegen.

00:25:08: Und zu schauen ich stelle fest dass du grade sehr wenig mit deinen Freunden machst.

00:25:13: ist da irgendwas passiert?

00:25:14: möchtest du drüber sprechen oder ist meine Wahrnehmungen falsch?

00:25:17: Du hast Kontakt aber ich kriege mich mit das natürlich auch zum Beispiel innerhalb der Freundschaften auf digital und online verlagert hat ist vielleicht der Kontakt da kriegt das gar nicht mit und wenn ich ein berufstätiger Elternteil bin, kriege ich vielleicht noch weniger mit.

00:25:34: Ja aber es zu spiegeln und erst mal anzusprechen ohne zu katastrophisieren.

00:25:39: Ich glaube was auch wichtig ist es sich klarzumachen dass man durch einen Druck den man ausübt dadurch dass man ein Verhalten zum Beispiel mit beobachtet und auch mit beeinflusst tut man dem vielleicht genüge.

00:25:51: aber die Stimmung wird dadurch nicht automatisch besser.

00:25:54: wenn es also einem Kind zb gerade schlecht geht weil es beim Aufwachsen Probleme in der Schule hat, weil das Problem mit Freunden hat.

00:26:01: Weil es hormonell gerade irgendwie nicht funktioniert.

00:26:04: Dann muss man auch da als Elternteil liebevoll hinterhaken und schauen dass man noch diese Ebene abdeckt.

00:26:12: also das sind einfach zwei unterschiedliche Sachen die parallel laufen können.

00:26:16: Also das macht ja den Punkt noch mal wichtiger, den du gerade schon angeführt hast.

00:26:20: Beziehung ist auf jeden Fall das Wichtigere vor Erdziehung weil wenn du keine Beziehungen zu deinem Kind hast dann kommst du gar nicht erst in so ein Gespräch hinein.

00:26:28: Dann entsteht womöglich gar nicht die Vertrauensbasis Vor deren Hintergrund dein Kind sich eventuell auch öffnen kann Dass irgendwas nicht in Ordnung ist oder dass irgendwas schief gegangen ist Oder dass es was vermisst oder was braucht oder sich vielleicht um sich selber auch Sorgen macht oder so.

00:26:43: Dafür braucht man ja erstmal die gute Beziehung, bevor man Wert darauf legt dass jetzt das Zimmer irgendwelchen Standards genügt.

00:26:50: Ja und natürlich kann es einen total Ärgern nerven.

00:26:53: also ich kann auch wirklich Eltern da natürlich verstehen die sitzen und sagen boah ich komme dann wieder ins Zimmer stehen Teller dar und wir haben drüber geredet und schon wieder.

00:27:02: das sind ja oft diese Sätze schon wieder und ich habe es gestern gesagt und dann dreht man sich also dieses Gefühl von.

00:27:09: Das nervt, weil als Elternteile hat man ja auch nicht nur die Aufgabe der Ziehung oder das im Blick haben was so die Kinder machen.

00:27:18: Das kann durchaus sein!

00:27:19: Die Frage ist aber ich würde als Elternteil immer mich mehr in Verantwortung sehen dass... bei mir zu regulieren oder regulieren zu können, weil ich beim Jugendlichen das einfach noch nicht annehmen kann.

00:27:29: Dass es in dem Ausmaß kann wie der Erwachsene das kann.

00:27:32: Das heißt die Verantwortung liegt mehr bei den Eltern.

00:27:36: Das ist einfach de facto so!

00:27:38: Ich darf mich aufregen und aber auch im Nachhinein zu meinem Kind reinkommen sagen okay sorry das war gerade total übertrieben.

00:27:44: Tut mir leid ich wollte jetzt nicht dieses Gefühl direkt um die Ohren hauen Aber kannst du nachvollziehen?

00:27:49: Es nervt mich.

00:27:50: Ich komm hier rein und so, also man kann abwarten bis der Moment vielleicht ein bisschen ruhiger ist, bis ich mich unterreguliert habe um wieder Beziehungen anbieten zu können.

00:27:59: Und ich stehe einfach in Zugzwang mehr als die Jugendliche oder das

00:28:03: Kind.".

00:28:04: Und dann ist da auch die Frage was ist das Ziel?

00:28:07: Das Ziel ist ja eigentlich eine konstruktive Lösung zu finden mit der alle ein bisschen besser umgehen können.

00:28:12: Das heißt wenn ich jetzt mal dreckiges Geschirr im Zimmer als Grundlage nehme... Dann ist ja die Frage, habe ich als Elternteil, wenn ich vielleicht genervt sowieso schon von der Arbeit nach Hause komme auch völlig ausgelaut bin.

00:28:26: Ist es dann eine Situation an der ich mich auch so ein bisschen abarbeite?

00:28:30: Oder ist das vielleicht die bessere Lösung zu sagen okay hier Ich hab dir einen Wäschekorb besorgt.

00:28:36: Der steht jetzt in deinem Zimmer und alles was du an Geschirr hast kommt in diesen Wäschekorb rein Und damit habe ich dann vielleicht schon mal den ersten Schritt.

00:28:45: So ein Wäschekorb trägt sich halt dann eben vielleicht auch schneller Mal in die Küche und es ist eine Art von Unterstützung, die man dem Jugendlichen dann auch anbietet als wenn das einfach alles so hin-undher fliegt.

00:28:56: also auch wenn es nur ein Wäschekorb ist der da auf dem Boden steht aber es ist dann immerhin sowas wie ein Ort an denen das dreckige Geschirr kommt.

00:29:04: Es steht dann vielleicht nicht rund ums Bett verteilt sondern erstes einfach alles noch ein bisschen zentrierter.

00:29:09: Wenn ich glaube, wichtig ist für Kinder und Jugendliche, dass sie wissen okay.

00:29:14: Meine Eltern sind oder die Beziehungspersonen, die Bezugsperson, die sind irgendwie berechenbar.

00:29:21: Die rasten nicht sofort aus.

00:29:23: Ich kann ungefähr ausmachen was nervt die, was nerv't die nicht.

00:29:27: aber ich muss keine Angst haben das jetzt irgendeine Riesenbombe explodiert sondern... eine Person mit der gesprochen wird, ich bin eine Person, mit der irgendwie versucht wird Regeln zu finden, Lösungen zu finden.

00:29:41: Das ist auf jeden Fall wichtig für

00:29:43: Beziehung.".

00:29:44: Die meiste Sorge von Eltern liegt ja zumindest nach meiner Beobachtung darin, dass ihre Kindern irgendeine Art und Weise nicht lebenstüchtig werden oder ihr Leben nicht werden bewältigen können.

00:29:55: Und dieses Ordnungsthema ist glaube ich etwas was Eltern häufig so als Foreshadowing begreifen sowie es würde das jetzt schon ein Licht in eine Zukunft werfen wo die Kinder in vermüllten Wohnungen vollkommen lebensuntüchtig sind wenn ihnen jemand mit einem Wäschekorb das dreckige Geschirr austrägt.

00:30:14: der totale Horror.

00:30:15: So nach dem Motto, was Hänzchen nicht lernt, lernt Hans, nimmer mehr!

00:30:19: Ich muss da jetzt hart durchgreifen, sonst geht das in die

00:30:22: Buchse.".

00:30:22: Ich kann inzwischen bei meinem dritten Kind sagen, oh, das wird schon weil ich bei den ersten beiden gut Erfahrung gemacht habe.

00:30:30: Aber eine Hörerin hat geschrieben sie befürchtet manchmal dass ihre... Sie nennt das luschige Art, ihre entspannte Art womöglich ihrem Kind doch schadet.

00:30:41: Was würdet ihr dazu sagen?

00:30:43: Sofort fragen, was die Sorge dabei ist.

00:30:45: Was entsteht bei einem Kind, das aufwechst mit einem toxischigeren Elternteil!

00:30:52: Nein, das klingt natürlich... Also ich würde die Sorge definitiv ernst nehmen und schauen was dahintersteckt.

00:30:57: Und ich kann mir vorstellen dass das was du gerade gesagt hast also dass dieses die luschige Art trägt vielleicht dazu bei dass sich meinem Kind nicht das beibringe was es braucht um in dieser Welt zu überleben und ja würde versuchen zu erörieren was sind die Dinge die diese Mutter denkt?

00:31:13: wo ist sie zu luschig?

00:31:14: Also was braucht das Kinder?

00:31:16: wo bräuchte es wenn ich jetzt annehme das Gegenteil davon wäre strenge?

00:31:20: Wo bräuchte es die Strenge oder mehr Konsequenz?

00:31:23: Weil Konsequenz an sich wäre ja erst mal nichts Schlimmes.

00:31:27: Konsequent müssen wir alle irgendwie lernen, umzugehen und da würde man gucken was ist das Verhalten wo sie denkt dass wäre da problematisch weil erstmal ist es schön eingegangen duldigen Elternteil zu haben, der vielleicht humorvoll ist und nicht direkt alles so todesernst sieht.

00:31:45: Diese Eltern darf man auch erinnern an ihre Jugend und dann fragen was hätten sie sich gewünscht als Jugendliche oder Jugendliche?

00:31:53: Man würde auch schnell feststellen dass wir alle irgendwann irgendwie Aufräumen gelernt haben sodass man zumindest überleben kann.

00:32:00: Also was ist die Sorge, die Katastrophisierung?

00:32:03: Die Befürchtung dahinter.

00:32:05: Was könnte im schlimmsten Fall passieren und was wäre das, was man sich selber so als Wund formulieren würde für das Kind?

00:32:11: Und dann würde man ja schon erkennen vielleicht ist das eher Kritik von außen.

00:32:16: also es klingt für mich so als hätte jemand vielleicht gesagt du bist ja aber sehr entweder zu entspannt oder du lässt ja alles durchgehen und da muss man wirklich schauen welche Verhaltensweisen werden angesprochen.

00:32:26: Worum geht's da?

00:32:27: Hm, verstehe.

00:32:29: Und jetzt mal so ganz ehrlich und unter uns und Hand aufs Herz habt ihr das nicht auch öfter Mal dass vielleicht ein Kind tatsächlich oder einen Jugendlicher Mensch zu euch in die Praxis geschickt wird?

00:32:38: aber ihr habt sehr klar den Eindruck hier sind aber die Eltern das Problem?

00:32:43: Nein!

00:32:49: Ja klar, immer wieder.

00:32:50: Also benutze jetzt mal das Wort Problem ohne dass es abwertend klingen soll.

00:32:55: Probleme im Sinne von Problematik.

00:32:58: also ja natürlich und wir arbeiten ja auch mit Eltern zusammen.

00:33:02: Wir als Kinder- und jünglichen Psychotherapeuten haben ja immer wieder Bezugspersonenstunden und es ist natürlich auch Teil unserer beruflichen Aufgabe uns das ganze System an zu gucken, das Familiensystem und zu schauen, okay wer könnte hier an welchen Stellschrauben vielleicht noch ein bisschen Feintuning betreiben oder auch Grobtuning damit der ganze Laden besser läuft.

00:33:27: Wir sind soziale Menschen.

00:33:28: die Probleme entstehen im sozialen Gefüge also in der Interaktion und an der Interektion sind auch Eltern beteiligt.

00:33:36: und ja wir haben gerade so geschmunzelt aber Das denkt man immer wieder, dass Dinge auch übertragen werden.

00:33:43: Also so aus der eigenen vielleicht Erziehung, wenn ich jetzt gerade an diese Geschichte der Entwicklung der Pädagogik von... lasst das Kind schreien bis hin zur bedürfnisorientierten Erziehung mehr anschauen, dann kommt die ja nicht von ungefähr.

00:33:57: Die kommt aus ganz vielen schwierigen schlimmen Erfahrungen innerhalb der Erziehungen.

00:34:01: Das heißt diese erwachsenen Menschen, die bei uns da sitzen als Eltern haben ja alle eine Erziehungsgeschichte einer eigene auch mit.

00:34:08: und dann ist die Frage inwiefern ist die bewusst?

00:34:11: also wurde die reflektiert?

00:34:13: Wurde die differenzierte angeschaut?

00:34:15: wo ist die Sorge Dinge genauso falsch zu machen?

00:34:17: den Anführungsstrichen wie die Eltern diese Eltern, also dann Großeltern-Generation.

00:34:23: Und wo fand vielleicht gar keiner auseinandersetzung statt?

00:34:26: Man denkt sich wohl zur Erzung das war richtig und ich auch das genauso ohne zu schauen dass da jetzt ein anderer Mensch aber vor mir ist.

00:34:32: Also es ist immer ein anderer Menschen.

00:34:34: auch wenn ich mehrere Kinder habe sind die nicht alle gleich.

00:34:38: Wohl wahr ja!

00:34:39: Also die Flexibilität zu haben auf den Menschen zu reagieren und zu schauen, was ist das Bestmögliche?

00:34:46: Was ich denke für diesen Menschen.

00:34:48: Und dann bin ich ja immer noch nur ein Einfluss von vielen!

00:34:51: Ich habe das gerade so gesagt... Da sitzen an die Eltern und die sind das Problem.. Das ist natürlich auch nicht so

00:34:56: ne?!

00:34:56: Also weder bist du als Eltern die alleinige Ursache für egal was noch hast Du mit all dem gar nichts zu tun sondern natürlich bist Du erst Bezugspersonen eine wichtige Einfluchsgröße für Dein Kind.

00:35:10: aber das heißt nicht dass Du Dein kind machst oder designt.

00:35:15: Was es durchaus aber gibt, das gibt schon so manchmal in den Sitzungen ein Gefühl dafür wie viel Anteil ist vielleicht die Elterngeschichte und wie viele Anteil ist die kindliche Reaktion vielleicht auch eine gesunde Reaktionen auf diese Umstände?

00:35:29: Wenn es hochstrittige Familien gibt und da ist ganz viel konfliktpotenzial auf Elternebene.

00:35:35: Und das Kind zeigt Symptome, kann das durchaus so sein?

00:35:38: Dass man sagt okay aber wissen Sie in der Umgebung neben dem Umfeld?

00:35:42: ist das gerade eine gesunde Reaktion sich den zu entziehen auf irgendeine Art und Weise oder ihn wut so auszuwarten um irgendwie zu zeigen hier läuft was nicht richtig.

00:35:51: Das ist nicht gut.

00:35:52: D.h.,

00:35:53: das Symptom ist erstmal ein Hinweis darauf dass etwas nicht in Ordnung ist und das kann durchaus auch schon im größeren Anteil auf der Elterwebene sein.

00:36:00: Ja

00:36:01: und wenn wir das Bedürfnis orientierte nehmen, häufig ist es ja so dass Eltern durchaus einen gewissen Anspruch an ihre Kinder haben sich etwas für ihre Kinder wünschen und auch eine Vorstellung haben wie das Leben der Kinder ablaufen soll.

00:36:14: aber ich kann mit Sicherheit berichten und ich glaube das wird Samra genauso gehen dass wir schon häufig mit Eltern genau daran gearbeitet haben, was ihre Erwartungen an das Kind sind.

00:36:27: Und siehe da wenn ein Kind beispielsweise aus einer desolaten Gymnasial-Situationen dann eben doch auf die Realschule gegangen ist oder vor allem mal ist wirklich die Sonne am Himmel hervorgekommen und alles war einfach besser und einfacher und es war einfach die richtige Entscheidung um damit zu leben dass das Kind vielleicht kein Abitur macht oder vielleicht nach der Realschule aufs Kollege geht, aber der Weg eben nicht ganz so gerade aus ist wie man ihn sich vielleicht vorgestellt hat.

00:36:56: Das ist für manche Eltern natürlich auch schwierig zu verarbeiten.

00:37:00: Aber es ist eben ganz sicher auch Elternaufgabe da, das Kind in der ersten Reihe zu sehen und die eigenen Bedürfnisse und Wünsche ja tatsächlich einfach hinten anzustellen.

00:37:13: Jetzt leben wir aktuell, muss man festhalten in eher herausfordernden Zeiten.

00:37:19: Und es geht zumindest vielen meiner erwachsenen Patientinnen und Patienten überhaupt nicht gut.

00:37:25: Viele haben den Impuls die Nachrichtenlage gar nicht mehr so genau zu verfolgen.

00:37:30: Ich glaube insbesondere für Eltern stellt sich ja jetzt auch eine ganz schwierige Frage erstens wie kann ich mit meinen Kindern über bestimmte Krisen oder bestimmte Dinge sprechen?

00:37:40: Sollte ich das tun?

00:37:42: Und zweitens, wie kann ich mein Kind auf diese Welt vorbereiten?

00:37:45: Was haltet ihr dafür zentral?

00:37:49: Also es gibt ja das schöne Wort Urvertrauen.

00:37:53: Dieses Vertrauen darein dass schon irgendwie sich alles richten wird und das egal welche Umstände um mich herum existieren Ich als Mensch irgendwie zu Recht komme performen Kann meine Bedürfnisse mehr erfüllen kann und ich glaube dass das sehr wichtig ist Kinder zu einem gewissen Grad abzuschirmen von zu harten News und Neuigkeiten, wie sie zum Beispiel in den sozialen Medien frei verfügbar sind.

00:38:22: Aber dass man auch eine gewisse Vorbereitung darauf trifft was eben ein Krieg bedeutet oder was zb Übergriffe bedeuten.

00:38:31: Ich habe hier regelmäßig in den Gruppen das die Kinder kommen und Fragen an mich stellen Und ich mir dann auch überlegen muss okay beantworte ich das auf eine möglichst kindgerechte Art und Weise und den dann eben Versuche zu vermitteln, dass sie selbst über ganz viele Fähigkeiten verfügen.

00:38:49: Und da sind wir beim Stichwort Selbstwirksamkeit um ihr Leben später so zu gestalten, das Sie sich doch auch wohl darin fühlen und dass viele Dinge eben doch mit beeinflussbar sind.

00:39:01: Das ist wichtig ist sein Selbstbewusstsein und sein Selbstwertgefühl in einer Therapie zum Beispiel zu bearbeiten.

00:39:09: Es kann man natürlich auch von zu Hause aus direkt mitgeben, damit man eben in eine Situation kommt wo man nachher sich nicht total overwhelmed fühlt und alles ist zu viel.

00:39:20: Und ich habe gar nichts mehr im Griff.

00:39:22: und Kontrollverlust.

00:39:23: Ich rede hier vielen Mitkindern über den Unterschied zwischen Kontroll-Verlust, Ängste davor und eben einer Selbstwirksamkeit.

00:39:33: Was habe ich eigentlich unter Kontrolle und was macht es eigentlich für mein Leben konkret, wenn in Amerika jetzt zum Beispiel ein bestimmter Mann Präsident ist?

00:39:42: Sowas kommt hier oft als Frage.

00:39:44: Und heißt das für mich an meinem Alltag denn irgendwas oder gibt es trotzdem Dinge die ich unter Kontroller haben kann?

00:39:51: Ich weiß dass hab' ich von dir Franka dieses Spiegeleimodell wo du in der Mitte Der Circle of Influence und Circle of... Wie ist das andere?

00:40:01: Of Interest.

00:40:02: Circle

00:40:02: of influence and circle of concern, der Sorgenkreis und der Einflusskreis.

00:40:07: Und dann

00:40:08: halt rauszufinden okay in diesem ganzen großen Circle of Concern was sind denn die Dinge die ich aber eben doch unter meiner Kontrolle habe?

00:40:15: Das mache ich viel mit meinen Kids hier

00:40:19: Ja, das macht ja Angst und Panik.

00:40:21: Und du hast es gerade selbst gesagt, wenn wir uns vorstellen, dass Erwachsene erschüttert sind, Ängste haben... Man darf nicht vergessen, dass sich das überträgt!

00:40:30: Also wie viel Anteil in meinem Alltag spreche ich darüber?

00:40:34: Wie viele neben dem, dass es reale Krisen sind also auch Kindern natürlich auch nicht zu vermitteln.

00:40:39: Das gibt's nicht und das ist meilenweit weg Wenn sie in ihrer Klasse drei Kinder aus unterschiedlichen Ländern haben wo grade Krieg geführt wird und die sind geflüchtet tagtäglich in der Klasse und die begegnen denen.

00:40:51: Das heißt, wir können sie nicht komplett rausnehmen aber Alters entsprechend aufklären, auffangen und es nicht zu dem einzigen Thema in ihrem Leben machen.

00:41:00: das heißt selbst wenn jemand politisch interessiert ist um sich das anschaut und vielleicht auch beruflich damit zu tun hat und sich einfach Sorgen macht ist es wichtig auch da sich abzugrenzen und zu wissen dass Kinder immer Ja, ein Plan danach brauchen und sie brauchen das Gefühl von Sicherheit.

00:41:17: Also selbst wenn eine Krise gerade einschlägt ist es wichtig einen Türchen aufzumachen um zu wissen okay das kannst du nicht beeinflussen so wie Mila das grad sagt dass große ganze das fühlt sich grade nicht beeinflusbar an.

00:41:31: aber das kleine was machen wir heute gemeinsam um das miteinander zu teilen um uns gegenseitig zu unterstützen.

00:41:38: also das kann man beeinflussend.

00:41:40: Jetzt ist es ja so, dass sehr viele Menschen also erwachsene Menschen selber unter Depressionen oder Angststörungen leiden.

00:41:47: Wie kann man darüber mit Kindern sprechen?

00:41:49: Weil das sind natürlich Phasen wo man selbst als Erwachsener sich vielleicht gar nicht in der Lage fühlt Sicherheit zu vermitteln oder den Alltag am hier und jetzt orientiert irgendwie tatkräftig zu bestreiten weil man selber dazu mental gerade nicht in einer Verfassung ist.

00:42:07: wie Wie kann man so was mit Kindern besprechen, ohne ihnen die Verantwortung dafür aufzubürden oder zu sagen du musst jetzt dich um mich kümmern?

00:42:14: Also vielleicht wäre wichtig ist es auf jeden Fall in irgendeiner Art zu tun.

00:42:19: Wir erleben natürlich Eltern, die da auch schützen wollen und sagen mein Kind weiß davon nichts, dass ich eine depressive Episode habe.

00:42:27: Ja, ich oft denke doch das weiß es schon.

00:42:29: Es kann es nur nicht so benennen.

00:42:31: also natürlich nehmen Kinder wahr.

00:42:33: Kinder kriegen mit ob Elternteile oder Mutter-Vater gut gestimmt ist oder nicht oder ob das dauerhaft der Fall ist.

00:42:41: die kriegen in dem Moment schon mit können sie nicht im Moment reflektieren aber im Nachhinein ganz klar.

00:42:47: Das heißt bitte die Kinder nicht übergehen, sondern kindgerecht aufklären.

00:42:51: Ja was heißt das?

00:42:52: Das heißt dass man sich an den Fragen orientiert.

00:42:55: Das heißt wenn Kinder reinkommen und sagen Mama was denn los du siehst so traurig aus dann versuchen kindgerechts in der Sprache ja wie dem Alter des Kindes angemessen ist es erst mal einfach zu erklären.

00:43:06: Das heisst am Anfang je nach Alltag kurz um knapp und dann schauen ob Nachfragen kommen und sich daran orientieren Wenn man es als zu überfordernd entfindet, was durchaus sein kann.

00:43:17: Je nach Störung auch je nach Einschränkung durch die Störungen auch sich bitte Hilfe holen das kann man wunderbar mit Kindern jünglichen Psychotherapeuten machen ohne dass das direkt eine Therapie nach sich zieht sich Unterstützung holen Beratungsstellen das gemeinsam besprechen.

00:43:32: ich habe vor Ort also wir haben so Netzwerke auch Kinder psychisch kranke Eltern da gibt's auch so Netzwerk auch die man kontaktieren kann die dabei unterstützen und helfen.

00:43:41: Es ist auf jeden Fall sehr wichtig, dass Kinder eine Ausdrucksmöglichkeit finden und Worte finden dafür was sie erleben und wahrnehmen.

00:43:50: Weil sie nehmen das definitiv wahr!

00:43:52: Also es ist auch wichtig für Kinder zu erfahren, dass sie nicht die Verantwortung dafür tragen für das Wohlergehen der Eltern Zu sehr das Bedürfnis dahin entwickeln, alles richtig machen zu müssen.

00:44:05: Sich still verhalten müssen zum Beispiel oder immer freundlich sein zu müssen, alles genau richtig machen zur Müssen sondern die müssen natürlich trotzdem weiterhin Kinder sein dürfen oder Jugendliche sein dürfen und auch ihr Leben leben.

00:44:21: Das ist etwas was man ans Elternteil kommunizieren sollte.

00:44:24: in solchen Fällen finde ich

00:44:26: Auch wichtig.

00:44:26: die Folge davon ist nicht zu tun ist, dass Kinder es auf sich beziehen.

00:44:31: Weil Kinder haben eine egocentrische Wahrnehmung und Sichtweise und geraten dann in Verantwortung und sagen auch wenn sie bei uns in den Sitzungen sind ja ich habe heute meine Hausaufgaben nicht so gemacht wie Mama das wollte oder nicht zu der Zeit und deswegen war sie dann so.

00:44:45: Wenn wir aber wissen da ist eine psychische Erkrankung zusätzlich da Dann erklärt sich das natürlich nicht über die Hausauflagen Und das Kind denkt es aber Und ja, überbewertet dann diese Situation und führt es zurück auf.

00:44:59: Meine Mutter ist schlecht gelaunt weil ich gerade alles falsch gemacht habe.

00:45:03: Oder traurig noch schlimmer?

00:45:05: Ja.

00:45:05: Verstehe also.

00:45:06: das heißt man sollte wenn man selber sich in so einer emotionalen Schieflage dauerhaft befindet dass schon kindgerecht kommunizieren.

00:45:14: Weil sonst das Kind befürchtet Ich bin schuld ich hab was falsch gemacht.

00:45:18: Genau.

00:45:19: Auf jeden Fall.

00:45:20: Wir hatten ja schon gesagt ganz viele Eltern heutzutage sind extrem bemüht, darum gute Eltern zu sein.

00:45:28: Bedürfnisorientiert zu sein ihre Kinder nicht zu frustrieren und schon gar nicht zu traumatisieren Nicht zu vernachlässigen alles auf dem Schirm zu haben Und das geht von Ernährung über pädagogisches Spielzeug bis zur Frühförderung.

00:45:43: also ich erlebe sehr viele sehr angestrengte Eltern.

00:45:48: aber wenn ihr jetzt mal aus eurer professionellen sich drauf schaut gibt es so Punkte, was ihr sagen würdet.

00:45:53: Also wenn wir darüber sprechen, was ist denn gute Eltern sein?

00:45:56: Worauf kommt es denn wirklich an?

00:45:59: Ganz viel Bindung, Beziehung, Liebe, Verlässlichkeit.

00:46:04: Das wären die Hauptpunkte.

00:46:05: Das sind auch gleichzeitig unsere Schutzfaktoren und unser aller Schutzfaktoern den Kindern zugewandt sein.

00:46:11: Und wenn ich meine Verläßlichkeit dann heißt das nicht Ich bin immer perfekt und mache alles super und richtig Sondern ich bin da.

00:46:17: D.h.,

00:46:17: in allen Erschütterungen, die wir vielleicht auch gemeinsam erleben Die das Kind erlebt, die ich als Erwachsener auch noch erleben kann Weil das Leben so ist Ist es wichtig zu wissen Ich habe vorhin auch mal so Co-Regulation gesagt, das ist so etwas.

00:46:32: Also ich bin da und unterstütze und bin der Hafen, der fällt sich in den Brennen umso wie wir das in unserem Podcast wiederholt auch hervorholen das Bild.

00:46:40: Ich halte aus und um auszuhalten muss ich Modell sein für ich achte auf mich, passe auf mich auf damit ich das alles aushalten kann was da so kommt.

00:46:50: Das heißt auch da hab' ich die Verantwortung empathisch nett liebevoll mit mir umzugehen weil da... durch lernen Kinder auch.

00:46:58: Und zwar enorm, also es ist nicht zu vernachlässigen wie viel wir mitkriegen durch Modelle viel mehr als durch Theorie und das was wir da so erzählen.

00:47:07: Ja braucht sich glaube ich jeder auch wieder selber fragen wer seine Eltern so wahrgenommen hat und was übrig geblieben ist?

00:47:12: Und ob's eher so Routine Beobachtungen sind wie sie ihr Leben gelebt haben oder immer noch leben oder dass was Sie so erzählt haben.

00:47:21: Und dein Kind hat ja auch das Recht, darauf und auch das Bedürfnis danach seine eigene Erfahrung zu machen.

00:47:28: Es gibt ja dieses schöne Wort Curling-Eltern heutzutage...

00:47:32: Das kenne ich noch nicht!

00:47:33: Ja,

00:47:33: du läufst vor dem Kind her und wir beim Curling putzt du so alles glatt damit das Kind so durchflutschen kann.

00:47:39: Grasenmäher

00:47:40: Eltern habe ich mal gehört.

00:47:43: Alles ummieten was im Weg ist.

00:47:45: Und dass es zum Beispiel etwas warum denn?

00:47:48: Also so ein Kind darf doch hinfallen und sich das Knie aufschlagen.

00:47:52: Das darf sich doch mal streiten, das darf doch eine Sex schreiben und die Erfahrungen machen wie sich sowas anfühlt.

00:47:57: also das sind alles Dinge die sollte man seinem Kind nicht nehmen.

00:48:01: was man dann aber tun sollte ist eben tröstend da sein und wenn man tröstet dass ganze auch wir nennen das so schön validieren im Sinne von oh, bist du verheiratet?

00:48:12: Bist das wieder weg oder ist gar nicht so schlimm.

00:48:15: Also ich darf nicht dem Kind sagen wie seine Empfindungen dazu sind sondern ich muss sie aufnehmen und wenn das Kind eben gerade ganz doll weint weil es eben weh tut dann ist das so.

00:48:26: Dann halte ich das aus als Elternteil.

00:48:28: Genau sage nicht Du musst doch nicht weinen.

00:48:32: Jetzt ist weit gerade

00:48:34: wichtig

00:48:35: Genau.

00:48:35: Das ist einfach wichtig, so eine wirklich belastbare, auch durch eigene Emotionen nicht erschütterbare Beziehung zu haben die eben auch nicht so schnell in die Knie geht.

00:48:45: Sondern ich bin halt verlässlich da und das weiß das Kind Und dann ist es eine sogenannte sichere Bindung, die sich da entwickelt und dass etwas für's Leben wirklich wichtig ist.

00:48:57: Das heißt aber auch wenn Ich das zusammennehme was ihr beide sagt isst, dass ich mich als Eltern nicht für alles zuständig fühlen muss, sondern mich tatsächlich auch ab und zu mal ein bisschen entspannen darf.

00:49:16: Und gute Mutter sein bedeutet dann im Zweifelsfall auch nicht dass ich immer Parat stehe und immer für alles da bin, sondern dass ich im Zweifelsfall auch mal sage.

00:49:24: Ich brauche jetzt mal Zeit für mich oder...

00:49:28: Oh das ist so okay zu sagen!

00:49:29: Ich brauch mal Zeit.

00:49:37: Also du musst auf keinen Fall eine sternförmig ausgestanzte Gurken-Variance in der Bento Box morgen neben kleinen Sandwiches mitgeben.

00:49:47: Es ist auch völlig in Ordnung, wenn du zwei Euro mitgibst für den Bäcker oder wenn es – wie wir es ja wohl alle überlebt haben – zwei Scheiben Schwarzbrot mit Butter und Käse drauf?

00:49:58: Auch das ist völlig in ordnung!

00:50:00: Man muss wirklich überhaupt nicht diesen ganzen unfassbar hohen Superelternansprüchen genügen.

00:50:06: Nein!

00:50:07: Das finde ich total gut, ich habe nämlich als ich das gelesen hat bei Instagram von dieser Mutter die sich selber als Luschig bezeichnet, da hab' ich gedacht, ach, ich glaub', ich bin auch eine luschige Mutter und dann denke ich auf der anderen Seite, naja aber ich bin halb so angestrengt, ich hab doppelt so viel Spaß, so verkehrt kann was nicht sein...

00:50:25: Ja, ja.

00:50:26: Oh Gott, ja!

00:50:27: Ich möchte das dreimal unterstreichen und zwar auch weil ich mich... Also wenn ich mich selbst anschaue als Mutter bin ich immer besser zurechtgekommen, wenn ich ein bisschen entspannter sein konnte.

00:50:37: Wenn ich Dinge humorvoller genommen habe, wenn nicht gemeinsam mit meinem Kind über etwas lachen konnte, also dass ich mich wahnsinnig gemacht haben.

00:50:45: Und das ist echt immer easy, weil wir sind ja auch Menschen.

00:50:48: und da wo ich dann aber merke Ich bin so zart beseitet und es fehlt nicht viel, dass ich direkt schon so angefressen bin.

00:50:55: Da muss sich dann gucken, okay, ich muss auf mich aufpassen damit ich das wieder besser ausreite.

00:50:59: Also nicht mein Kind muss sofort anders werden sondern ich muss erst mal gucken, dass für mich Sorge... Weil dann habe ich die Kraft da in Kontakt zu gehen und auch diese kritischen Punkte anzusprechen weil ich weiß ja nicht was von der anderen Seite kommt!

00:51:14: Eine Frage habe ich noch, die auch von einer Hörerin bei Instagram gestellt wurde und die bezog sich so auf Werte.

00:51:20: Wie kann man Kindern Werte mitgeben?

00:51:23: Ich bin gespannt in welche Richtung eure Antwort da geht!

00:51:26: Also Werte kann ich natürlich erstmal durch mein eigenes Handeln mit geben und auch durch das Kommentieren des eigenen Handelns und indem ich zum Beispiel Werte auch zur Diskussionsstelle.

00:51:37: beispielsweise Nehmen wir jetzt mal an, ich gehe mit meinem Kind durch die Innenstadt und ein obdachloser Mensch sitzt da oder einen Punk- oder was?

00:51:45: Und wettelt zum Beispiel.

00:51:47: Dann ist das ja etwas über euch mit meinem kind... wunderbar sprechen kann und sagen, ja guck mal das sind Menschen so und so.

00:51:53: Und da manche Menschen denken darüber so und andere Menschen denken drüber so und ich persönlich denke das und was meinst du denn?

00:52:01: Zum Beispiel oder wenn es um irgendwelche anderen Dinge gibt zum Beispiel jemand ist geärgert worden in der Schule.

00:52:07: Mein Kind kommt nach Hause und erzählt davon sich dann hinzusetzen und zu sagen, okay lass uns das mal besprechen.

00:52:13: Also wie findest du das denn?

00:52:15: Und weißt du es gibt immer Leute die sind zum Beispiel lauter als andere.

00:52:20: und dann gibt es Menschen die sind schüchterner als andere.

00:52:23: nicht alle Menschen haben gleich viel Angst.

00:52:25: bei manchen ist es so beim manchen isst es so dem Kind einfach ein paar Erklärungsmodelle auch an die Hand geben und dann aber auch zulassen dass ein kind seine eigenen Entscheidungen dann auch trifft und eben sagt jo ne ich sehe das so In dem Bewusstsein, dass sich das natürlich auch verändern kann.

00:52:42: Also Dinge die man mit acht auf eine bestimmte Art sieht, sieht man mit zwölf ganz anders und mit sechzehn nochmal wieder anders.

00:52:49: Ja interessant!

00:52:49: Das habe ich nämlich auch gedacht.

00:52:51: Dass es mit den Werte geben oder mitgeben... Ich denke auch, das vermittelt sich wahrscheinlich über Vorleben und eine gewisse Familienkultur.

00:52:58: aber letztlich hab' ich als Mutter die Erfahrung gemacht, dass meine Kinder teilweise ganz andere Werte teilen oder andere Prioritäten haben im Leben Und das umgekehrt manchmal meine Kinder

00:53:08: zu

00:53:08: mir

00:53:09: Auch durchaus.

00:53:10: Die Eltern, die werden Sachen sagen so ne Mama das kannst du aber so nicht sehen oder mich auch total verändert haben.

00:53:17: also es geht ja auch in die Richtung dass ich von meinen Kindern ganz viel dazu lerne.

00:53:21: super wichtig ein so wichtiger punkt also sich mitzuentwickeln weil wir sind ja nicht fertig.

00:53:29: sehr wichtig habe gerade schon bisschen so zusammen gezuckt als du sagtest werte.

00:53:35: Das klingt so ernst und so Bedeutungsschwanger.

00:53:39: Und das ist es nicht, also sich mitentwickeln ... Wir haben ja alle Vorstellungen, was wir wichtig finden im Leben und handeln entsprechend oder wenn wir's nicht tun streben wir danach.

00:53:51: D.h.,

00:53:52: wir leben Werte in bestem Fall und verändern uns natürlich aber auch mit Entwicklung und Beeinflussung von außen eben durch unsere Kinder.

00:54:02: Ja total!

00:54:03: Das ist, glaube ich auch total wichtig Kindern zu vermitteln.

00:54:07: Dass es völlig in Ordnung ist wenn die eigenen Werte abweichen von den Werten der anderen.

00:54:13: Wenn ich zum Beispiel keine Ahnung mich an einer Gruppe von Jugendlichen aufhalte und die Verhalten sich auf eine bestimmte Art und Weise Und ich selbst sehe es aber ganz anders Denn ist es wichtig das Kind zu stärken dem auch dann beizubringen, dass es in Ordnung ist Dinge anders zu sehen als andere Leute und das man vor sozialen Konsequenzen vielleicht nicht so übermäßig Angst haben muss wie es eben viele Leute tun.

00:54:39: Dass es eben auch in Ordnungen ist zu sich zu stehen und seine eigene Sicht der Dinge eben auch zu leben.

00:54:48: Nicht schön.

00:54:48: Wir sind nicht mehr die Generationen der Eltern, die sagen was sollen denn die Nachbarn sagen?

00:54:53: Oh ja!

00:54:54: Zehn Uhr und die Rollos sind noch runter.

00:54:56: da denken die Nachband du schläfst noch.

00:54:58: Wichtig Wer

00:54:59: saufen kann, kann auch arbeiten.

00:55:03: Ja genau.

00:55:05: Diese Eltern sind wir...nicht mehr.

00:55:08: Ja okay

00:55:09: nach ganz viel Druck und Angst

00:55:13: Gibt es irgendwas was in euren Augeneltern zu selten hören

00:55:17: dass sie so bemüht sind und manchmal viel zu bemühen.

00:55:21: Also, ich möchte das Eltern liebevoller mit sich sprechen und sich Dinge auch vielleicht verzeihen können schneller als sie es tun.

00:55:30: Manchmal erleben wir ja auch, dass Eltern sagen und mit sich hadern also Dinge erzählen.

00:55:35: Das war vor einem Jahr oder haben wir dann so reagiert?

00:55:38: Und dann sitzt dieser junge Mensch schon weiß das gar nicht mehr Und die sind da immer noch an dem Punkt um Kleben da.

00:55:44: und dann darf man sagen, bitte machen sie einmal durchstreichen und weitermachen.

00:55:48: Die Erfahrung habe ich schon tausendmal gemacht!

00:55:50: Ich hab mich so oft schon entschuldigt bei meinen Kindern für Sachen, die die gar nicht mehr wussten.

00:55:56: Umgekehrt erzählen Sie mir aber auch manchmal Dinge von denen ich wirklich nichts weiß und ich finde auch das kann man gegenseitig anerkennen.

00:56:03: So keine Ahnung, ich weiß nicht mehr wovon du sprichst, ich kann mich wirklich nicht erinnern.

00:56:07: Aber also auch da immer mal wieder ein Abgleich zu machen ist Ich finde auch eine gute Idee, weil es gab schon Situationen.

00:56:13: Die haben mich als Mutter belastet wo ich dachte da habe ich vollkommen falsch gehandelt und meine Kinder nehmen das total leicht und sagen dass war kein Problem aber eben auch umgekehrt.

00:56:23: Es gibt auch Vorwürfe in meine Richtung natürlich, also es finde ich auch wichtig dass man sich darüber austauscht was die älter werdenden kindern auch so einem im rückblick noch mal zu sagen haben.

00:56:34: und dann muss ich manchmal auch ehrlich sagen so wow da hatten wir vielleicht missverständnisse oder ich hatte den schlechtesten tag der welt.

00:56:40: ich weiß das wirklich nicht mehr aber es tut mir leid ich also keine ahnung was ich da getan oder gesagt habe.

00:56:47: es sollte niemals diesen eindruck bei dir hinterlassen der vielleicht bei dir stehen geblieben ist sich dann auch zu entschuldigen, selbst wenn man es nicht mehr weiß oder keine Ahnung.

00:56:56: Also solche Gespräche habe ich halt jetzt mit den älter werdenden Kindern natürlich auch.

00:57:01: Ja, das ist wahlsam für die Seele dann.

00:57:03: Ich finde auch sich gegenseitig verzeihen zu können oder?

00:57:06: Auch da übereinanderzulegen.

00:57:07: wie habe ich das wahrgenommen und wie hat es mein Kind wahrgenommen?

00:57:10: also ich find' dass ist so ein schönes Spiegelbild dessen, dass Menschen so unterschiedlich sind und dass da auch einen Raum dazwischen ist den wir gar nicht mitkriegen.

00:57:18: Also die Intention ist da als es lieb gemeint und dann kommt es vielleicht völlig anders.

00:57:22: Und dann kriegt man die Rückmeldung und die ist ja wichtig und es kann beides richtig sein.

00:57:29: Wir reden jetzt nicht von extrem Das muss man aberkennen von Gefühlen geht, sondern einfach ein unterschiedliches Wahrnehmen und das darf ja stattfinden.

00:57:36: Also sich selbst vielleicht auch nicht zu ernst zu nehmen ist auch ein guter Wart.

00:57:41: Mir ist total wichtig Leuten mitzugeben dass man viel weniger Dinge muss... also mir ist es sehr wichtig Leute mitzugehen, dass man viele weniger Dinge MUSS als gemeinden so angenommen wird.

00:57:54: Solche Sprüche wie VA sagt muss auch B sagen Bitte sofort wegwischen.

00:57:59: Völliger Quatsch!

00:58:00: Das Alphabet hat so viele schöne Buchstaben, wenn da einer bei ist der passt das super.

00:58:06: aber ansonsten ist das tatsächlich etwas wo Bedürfnisorientierung viel mehr Raum kriegen darf.

00:58:12: also zu gucken okay dass was von uns erwartet wird pass es denn überhaupt zu uns ist das also wollen wir das so?

00:58:20: Ist das so wie wir unser Leben leben wollen oder möchten wir vielleicht?

00:58:24: Keine Ahnung, ist heute Abend vielleicht nicht der Abend für Hausaufgaben.

00:58:27: Sondern es ist heute abend vielleicht der Abend für... Wir backen Kekse zusammen!

00:58:32: Weil muss echt mal wieder sein, weil da ist ganz schön viel auf der Strecke geblieben zwischen uns und Heute gibt's einfach nur mal Herzchen und leckere Keksen.

00:58:41: Und da einfach wirklich den eigenen Bedürfnissen auch zuzuhören und sich nicht immer dem so unterzuordnen was so gemeinhin von außen erwartet wird.

00:58:50: Das möchte ich Eltern mitgeben Hab Mut wirklich steht zu euch selbst und setzt euch öfter mal irgendwie so diese dicken Mickey-Mäuse auf, diese Kopfhörer.

00:59:00: Und hört einfach nicht auf die Stimmen von außen.

00:59:02: Ihr macht das schon?

00:59:03: Ihr macht es schon!

00:59:04: Ja, das finde ich echt total schön gesagt.

00:59:06: Und vielleicht dürfen sich gerade junge Eltern das auch nochmal echt zur Herzen nehmen.

00:59:10: So ihr macht das ja schon.

00:59:12: Bedürfnisorientierung ist wichtig.

00:59:15: Ist das wichtigste Beziehung vor Erziehung?

00:59:18: Connection vor Korrektion.

00:59:21: vergleicht euer Kind nicht mit blöden Standards und traut euch ein bisschen luschiger zu werden.

00:59:29: Keine Prinzipienreiter, sondern luschigere.

00:59:32: Hört

00:59:33: zu!

00:59:35: Was bewegt euer kind?

00:59:37: Und gleichzeitig ist aber Bedürfnisorientierung bedeutet nicht Wunsch-Erfüllung.

00:59:41: Das ist ein Unterschied.

00:59:43: Und vielleicht noch eine Sache, was mir auch immer wieder begegnet ist das Eltern... Die meinen das gar nicht böse.

00:59:50: Aber die sagen so etwas wie ja ich kann es nicht nachvollziehen?

00:59:53: Ich verstehe das nicht!

00:59:54: Dann sag' ich immer ja wissen Sie aber ich versteh' ja auch kein koreanisch.

00:59:58: Ja.

00:59:58: Aber ich weiß dass das eine Sprache is', die viele Leute sprechen und das nehme ich so hin.

01:00:09: Das ist auch sehr schön.

01:00:11: Ja, ich glaube das ist vor allen Dingen noch mal einen Hinblick auf Kinder die vielleicht ein bisschen andere Interessen haben oder anders aufgestellt sind.

01:00:18: Stichwort auch Neurodivergents auch nochmal mega wichtig als Eltern sich auch hinter das Öhrchen zu schreiben so du musst überhaupt gar nicht alles verstehen können oder nachvollziehen können oder alles eins zu eins teilen.

01:00:29: Vielleicht hat das Kind das nicht von dir sondern von dem anderen Eltern teil oder sonst woher?

01:00:35: Und man kann es ja trotzdem lieb haben begleiten und staunend vor diesem Kind stehen und sagen, ah toller Mensch in meinem Leben.

01:00:43: Ihr Lieben ich danke euch für das schöne Gespräch!

01:00:46: Ich weiß dass wir Themen nur antuppen konnten und es gibt so viele Themen wie zum Beispiel das Thema zocken und allgemein Medienzeit oder auch sowas wie, wie gehe ich damit um wenn mein Kind nicht in die Schule gehen möchte?

01:00:59: Wir haben das so ganz kurz nur angerissen aber darum geht es ja an euren Podcast.

01:01:03: Junge Psyche heißt der und da nehmt ihr euch in jeder Folge zu zweit ein brennendes Eltern-Kind Thema vor.

01:01:11: also jeder der da noch ein bisschen Vertiefungen wünscht kann mal durch eure Folgen scrollen und danach gucken.

01:01:17: Und da gibt ihr immer viele gute, warmherzige und lebenspraktische Tipps.

01:01:22: Ich danke euch sehr für das schöne Gespräch!

01:01:24: Ja, dankeschön!

01:01:25: Vielen

01:01:25: Dank dir und auf die lieben Worte und das nette Gespräch.

01:01:29: Die Eltern sind natürlich auch eingeladen Ragen an uns zu richten.

01:01:33: wir orientieren uns auch da so ein Stück weiter an dem was den Eltern unter der Nägel brennt was sie interessiert aber auch die junglich nun gewachsenen die ja auch auf Social Media unterwegs sein sollen, habe ich gehört.

01:01:45: Ach

01:01:45: Quatsch!

01:01:47: Aber danke schön.

01:01:48: es war sehr, sehr nett.

01:01:50: Ja vielen Dank.

01:01:58: Das wars

01:01:58: für heute.

01:01:59: Ich hoffe du konntest eine Menge frischer Gedanken für dich mitnehmen.

01:02:04: Mehr davon gibt's auch auf meiner Seite www.franca-cheruti.de Und natürlich nächste Woche wieder hier.

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