Schmatzen, Atmen, Schnarchen: Wenn Alltagsgeräusche zur Qual werden
Kauen, Schlucken, Tippen, Räuspern – Geräusche, die den meisten von uns kaum auffallen, lassen bei manchen Menschen die Hutschnur platzen. Misophonie (wörtlich „Hass auf Geräusche“) wurde erst in diesem Jahrtausend als das beschrieben, was sie ist. Eine oft quälende neurolopsychologische Auffälligkeit mit selektiver Überempfindung gegenüber (meist menschgemachten) Alltagsgeräuschen. Betroffene reagieren hoch emotional und oft körperlich: Herzrasen, Wut, Ekel und Aggressionen können so weit gehen, dass es zu Problemen mit den Mitmenschen kommt.
In dieser Folge sprechen Franca und Christian über dieses Phänomen, das lange übersehen wurde. Sie erklären, warum der Begriff noch keine offizielle Diagnose ist, wie häufig Misophonie vorkommt (öfter als...